frauschindler

Buchstabenweg

Buchstaben werden seit letzter Woche über den Buchstabenweg (Quelle: Zaubereinmaleins) eingeführt. Der erste, wie sollte es anders sein, war das Aa. Der Buchstabe wird spielerisch eingeführt, z.B. über eine Geschichte, über Gegenstände, ein Rätsel o.ä., dann besprechen wir genau die Schreibrichtung. Die ist nämlich ziemlich wichtig, wenn es um das “ökonomische Schreiben” geht und erleichtert das Erlernen der Schreibschrift im 2. Schuljahr.Im Anschluss erarbeiten sich die Schüler den Buchstaben über den Buchstabenweg. Auf diesem Weg kann man sich die Reihenfolge selbst aussuchen, außer die letzten zwei Aufgaben, diese sind fest vorgegeben. Auf der Buchstabenstraße erfährt man den Buchstaben über verschiedene Sinne, denn einige Kinder lernen eher visuell, einige eher auditiv und einige brauchen die Kombination. Man kennt das ja ganz gut von sich selber. Die Stationen sind im einzelnen:

  • in den Sand schreiben
  • groß nachspuren an der Tafel
  • einzelne Elemente des Buchstabens nachvollziehen und entsprechend stempeln
  • die Form erfühlen in einer Fühlbox
  • Laut hören über Klammerkarten – am Anfang, in der Mitte und am Ende – je nach Können – aus Anlautstempeln den gesuchten herausfinden, stempeln und wer kann das Wort dazu schreiben.

Buchstabenwegvorlage von zaubereinmaleins

Diese ganzen Stationen kommen in das Buchstabenheft. Hier ist jedem Laut eine Seite gewidmet. Es kann immer zusätzlich dazu gemalt und geschrieben werden.

Am Ende des Buchstabenweges steht noch das Schreiben in der Lineatur. Dies wurde ebenfalls zuvor gemeinsam besprochen. Wohnt der Laut im Keller, Erdgeschoss oder im Dach – dies soll hier geübt werden.

Die letzte Station ist schließlich das Oskarheft mit den entsprechenden Seiten. Das Grundgerüst dieses Weges wird uns die nächsten Wochen/Monate begleiten, einzelne Aufgaben werden immer wieder ausgetauscht werden.

Die Idee des Buchstabenweges ist ein erster Schritt zum selbständigen Arbeiten. Man kann sich die Reihenfolge aussuchen und bei einigen Stationen auch den Schwierigkeitsgrad (z.B. beim Hören: wem es schwieriger fällt, versucht nur den Anlaut herauszuhören, und wer kann, versucht den Laut auch in der Mitte bzw. am Ende zu bestimmen). Einigen Schülern fiel dieses “freiere” Arbeiten direkt ganz einfach, bei anderen wird es etwas Zeit benötigen, sich zu strukturieren. Das Arbeiten am Buchstabenweg wird dabei immer wieder gemeinsam reflektiert. So wird dann deutlich, dass man nicht eine Schulstunde damit verbringen kann, auf die heißersehnten Stempel zu warten oder zum zehnten Mal sich die Sandkiste zu nehmen, denn man muss ja vorwärts kommen. Ziel ist es bis zu den Herbstferien, alle Aufgaben binnen einer Woche zu schaffen. Fast alle Kinder haben dieses Ziel direkt in der ersten Woche vorzeitig erreicht, so dass ich zusätzlich Material anbieten konnte. Wenn  Kinder die Aufgaben nicht schaffen, weil sie rumtrödeln müssen sie diese über das Wochenende nacharbeiten. Wenn jemand es nicht schafft, obwohl er konzentriert bei der Sache war, werde ich bestimmte Aufgaben streichen (das Oskarheft bietet da ja auch schöne Differenzierungsmöglichkeiten).

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