frauschindler

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Hallo Ganztag

Vor über 6 Wochen hieß es bei uns nach den großen Ferien: Herzlich Willkommen in unserer Ganztagsschule.
Hmmm…Ganztag – lange und viel haben wir vorher dafür gearbeitet und irgendwie lange darauf gewartet. Und jetzt war er da, der Ganztag. Ganz plötzlich, ganz unspektakulär und vor allem ganz schön anstrengend, wie sich schnell herausstellte. Entsprechend fand ich bisher nicht die Zeit hier auf der Seite aktiv zu sein.

Aber jetzt … erstmal der Reihe nach: Am 1.8.  kamen die Pinguine ,als nun große Zweitklässler, endlich zurück in unsere Klasse und füllten, mit allen anderen Kindern zusammen, die Schule wieder mit Leben. Es war so schön, alle wieder zu sehen und wie sie alle ein Stück größer, ein Stück gereifter und ein Stück stolzer in unsere Klasse marschierten. Doch bereits innerhalb der ersten Tage merkten wir, was es hieß, nun im Ganztag zu sein. Die Tage waren lang, Mittagessen musste man sich zusammensuchen, an die anschließende Übungszeit war nicht zu denken. Die Kinderzeit sowie die Spiel- und Bewegungszeit d.h. die Zeit in der Kinder frei aussuchen können, war ein riesen Chaos. Kurse gab es noch nicht. Naja, die ersten Tage eben. Dieses Chaos übertrug sich auch auf die Stimmung in der Klasse. Viele waren ziemlich unruhig. Kein Wunder! Aber alle Lehrer, Erzieher und die Schulleitung arbeiteten auf Hochtouren.

Heute, fast 7 Wochen später, hat sich doch schon vieles geändert, verbessert und eingespielt. Es gibt mittlerweile ganz wunderbare Kurse, wie Hapkido, Hörspiele herstellen, Theater, Yoga, Breakdance, Experimente, Zirkus, Rhythmus Workshop – nur um einige zu nennen – die die Kinder lieben und die den Ganztag bereichern. Es ist toll zu sehen, wie flexibel die 2b Kinder sind und auch, wenn es anfänglich sehr mühevoll war, so haben sie sich häufig gegenseitig geholfen, mitgedacht und passen sich immer mehr der neuen Situation an. Ein paar brauchen noch etwas mehr Zeit, aber auch sie werden sich wieder “einruckeln”, so wie es auch die noch nicht funktionierenden Momente drumherum tun werden. Das Wichtige ist, dass wir uns die Flexibilität beibehalten und Dinge, die eben nicht klappen, wieder ändern. Unsere Schule macht ja schließlich auch zum ersten Mal Ganztag.

Da bei uns das sogenannte Thema “Kinderzeit” noch nicht ausgereift ist, aufgrund fehlender Gelder,  um Räume auszustatten und vor allem auch aufgrund fehlender  Manpower, habe ich mich entschlossen, unseren Klassenraum geöffnet zu lassen. Dies birgt natürlich immer die Gefahr, dass Dinge nicht sorgfältig behandelt werden und der Raum unordentlich hinterlassen wird (wir arbeiten daran), aber die Kinder brauchen, meiner Meinung nach, einen vertrauten Rückzugsort. Und mit einfachen Mitteln, wie etwas Bastelkram, 2 Discmen vom Flohmarkt, einem Verteilungsstecker für mehrere Kopfhörer, Kinderhörspiele, Bücher sowie ein paar Spiele reichen aus, um Kinder zu beschäftigen.

Achja, großartige Spieltipps aus dem Bereich Logik, Geschicklichkeit und Konzentration, die sehr gut ankommen sind:

Smart Games IQ Puzzle:

Das altbewährte Rush Hour Spiel:

 

Und jetzt im 2. Schuljahr auch “Tricky Fingers”:

 

Hat jemand noch Tipps für Spiele aus dieser Kategorie?

Esst mehr Waffeln

…so hieß unser Motto am Schulfest. Unsere Klasse hatte einen Waffelverkaufsstand. An 5 Tischen backten und kassierten immer 2 Kinder. Im HIntergrund halfen Eltern – danke dafür.

Liebe 1b, ihr habt 260 Waffeln verkauft!!!

Wahnsinn!

D.h. wir haben 260,-€ eingenommen. Alle Einnahmen fließen in die neue Homepage unserer Schule. DANKE FÜR EUREN EINSATZ!

F R I S C H gekocht

JAAA – wir haben es geschafft! Die Arbeit der letzten 1,5 Jahre unserer “Mittagessen AG”, bestehend aus 3-5 Eltern, 2 Lehrern und unserer jetzigen Hortköchin, hat sich gelohnt!

Wir bekommen eine Küche in der frisch gekocht wird. Nicht nur frisch vor Ort, sondern auch BIO und wenn es geht, mit regionalen Zutaten. Ich freue mich sehr, denn das Mittagessen ist mit das Herz der Ganztagsschule. Besuche in Schulkantinen mit frischer Küche und in Schulkantinen mit Aufwärmessen haben in unserer Recherchezeit ein sehr klares Bild ergeben: Essen bedeutet mehr als “Nährwerte warm auf dem Tisch”. Wie unsere geschätzte Hortköchin einmal gesagt hat: “Essen ist Bildung.” Und genau diese zwei Dinge gehören in einer Ganztagsschule unausweichlich zusammen. Essen soll Genuss sein, der die kognitive, affektive und emotionale Erfahrung einbezieht.” (Brief der Mittagessen AG an den Senator). Die Küche und das gemeinsame Essen stärkt das Gemeinschaftsgefühl der Schüler und die Bindung zur Schule. Unsere Schüler können also bald live erleben, wie aus frischen Zutaten leckeres, gesundes Essen für ca. 400 Personen gekocht wird.

Vor 5 Monaten wurden die Kinder unserer Schule befragt, was sie sich für die Ganztagsschule wünschen – schön, dass Fionas Wunsch (und der anderer Kinder) erfüllt wird. Doch nicht nur die Kinder, auch ich bin froh, dass ich zukünftig gesund und lecker an der Schule  essen kann.

Der Schulverein

….und wenn ich schon am Danken bin….ohne den Schulverein hätte unsere Klasse nicht diese tolle, große Kapla-Kiste bekommen, die so zahlreich in kleinen Pausen, Regepausen oder zwischendurch genutzt wird. Der Schulverein hilft bei Anschaffungen rund ums Schulleben. Finanziert wird er durch Mitgliedschaften und durch Spenden, in erster Linie seitens der Eltern. Wer noch nicht den Schulverein unterstützt, aber Lust und Interesse dazu hat (aktuell wird er im Übrigen zu einem Förderverein für den Ganztagsschulbetrieb umgewandelt), möge sich bei mir melden bzw. ich leite dies dann weiter :-) Auch kleine Beträge helfen!

Wir werden Ganztag

Seit nun fast 1,5 Jahren arbeiten Lehrer unserer Schule zusammen mit Eltern, in Arbeitsgruppen (Rhytmisierung, Mittagessen, Räume, Kooperationen), um den Ganztagsschulbetrieb vorzubereiten. Zum kommenden Schuljahr 2013/2014 wird unsere Schule nämlich eine “gebundene Ganztagsschule”. Diese Entscheidung hat unser Kollegium fast einstimmig getätigt.

Gebundene Ganztagsschule heißt, “dass die Kinder verbindlich von 8.00 – 16.00 Uhr an vier Tagen in der Woche am Unterricht, am Kursprogramm sowie am gemeinsamen Mittagsessen teilnehmen. Am Freitag hält die Schule ein Betreuungsangebot bereit. Die Tagesstruktur wird unter pädagogischen, den Bedürfnissen der Kinder entsprechenden Gesichtspunkten entwickelt. Dabei soll sich der Unterricht über den Tag verteilen und sich mit Bewegungs- und Freizeitangeboten und individuellen Lernzeiten abwechseln.” (Quelle sowie weitere Infos unter: http://www.hamburg.ganztaegig-lernen.de)

Die Schüler wurden im Dezember dazu befragt, was sie sich für den Ganztag wünschen. Hier das Ergebnis unserer 1b:

Es wurden Wünsche genannt, wie: Pfannkuchen, Hähnchen, mehr Freizeit, mehr draußen sein, Toberaum, Schaukeln auf dem Schulhof, Rodelbahn, Hütte auf dem Schulhof, in den Pausen drinnen bleiben dürfen, englisches Frühstück :-), mehr Spielzeit in der Klasse, Obst, Tunnelrutsche, ganz oft Frau Schindler (hat mich sehr gefreut :-)), Nudeln mit Tomatensoße, einen Koch, dem man zuschauen kann, dickere Bücher in der Leseecke, größerer Klassenraum, jeden Tag Süßigkeiten (ist klar :-)), Vorlesezeiten, Milchreis

Da sind auf jeden Fall ein paar Dinge darunter, die als Impulsgeber dienen. Dies gilt im übrigen auch für die anderen Klassen. Die gesamten Wünsche aller Schüler kann man in unserem Erdgeschossbereich betrachten. Der Ganztag und seine Vorbereitung ist ein komplexes Thema, ein hartes Stück Arbeit an dem viele Menschen aktuell mitarbeiten. Und nicht immer läuft alles rund, aber insgesamt sind wir schon ein gutes Stück voran gekommen, sicherlich auch dank der guten Zusammenarbeit von Lehrer und Eltern in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre. Wichtig für das kommende Halbjahr ist, m.E.,  dass wir alle weiterhin Ruhe bewahren und gemeinsam an dem Ziel “Wir werden Ganztag” arbeiten. Ich persönlich freue mich schon sehr auf das neue Schuljahr, denn ich denke, dass der Ganztag neue, positive Möglichkeiten für Schüler, Lehrer und Eltern bietet. Der Knackpunkt, auch langfristig gedacht, wird nicht sein, ob noch eine Schaukel mehr oder weniger auf dem Schulhof steht, sondern wie sieht der Betreuungsschlüssel/das Betreuungspersonal aus (Lehrer, Sonderpädagogen, Erzieher) sowie das daraus resultierende Förderkonzept. Wie kann man Kinder mit Schwierigkeiten und Defiziten auf der Lernebene bzw. der Verhaltensebene unterstützen. Da lohnt es sich tatsächlich einen Blick nach Skandinavien zu werfen.

 

Buchstabenweg

Buchstaben werden seit letzter Woche über den Buchstabenweg (Quelle: Zaubereinmaleins) eingeführt. Der erste, wie sollte es anders sein, war das Aa. Der Buchstabe wird spielerisch eingeführt, z.B. über eine Geschichte, über Gegenstände, ein Rätsel o.ä., dann besprechen wir genau die Schreibrichtung. Die ist nämlich ziemlich wichtig, wenn es um das “ökonomische Schreiben” geht und erleichtert das Erlernen der Schreibschrift im 2. Schuljahr.Im Anschluss erarbeiten sich die Schüler den Buchstaben über den Buchstabenweg. Auf diesem Weg kann man sich die Reihenfolge selbst aussuchen, außer die letzten zwei Aufgaben, diese sind fest vorgegeben. Auf der Buchstabenstraße erfährt man den Buchstaben über verschiedene Sinne, denn einige Kinder lernen eher visuell, einige eher auditiv und einige brauchen die Kombination. Man kennt das ja ganz gut von sich selber. Die Stationen sind im einzelnen:

  • in den Sand schreiben
  • groß nachspuren an der Tafel
  • einzelne Elemente des Buchstabens nachvollziehen und entsprechend stempeln
  • die Form erfühlen in einer Fühlbox
  • Laut hören über Klammerkarten – am Anfang, in der Mitte und am Ende – je nach Können – aus Anlautstempeln den gesuchten herausfinden, stempeln und wer kann das Wort dazu schreiben.

Buchstabenwegvorlage von zaubereinmaleins

Diese ganzen Stationen kommen in das Buchstabenheft. Hier ist jedem Laut eine Seite gewidmet. Es kann immer zusätzlich dazu gemalt und geschrieben werden.

Am Ende des Buchstabenweges steht noch das Schreiben in der Lineatur. Dies wurde ebenfalls zuvor gemeinsam besprochen. Wohnt der Laut im Keller, Erdgeschoss oder im Dach – dies soll hier geübt werden.

Die letzte Station ist schließlich das Oskarheft mit den entsprechenden Seiten. Das Grundgerüst dieses Weges wird uns die nächsten Wochen/Monate begleiten, einzelne Aufgaben werden immer wieder ausgetauscht werden.

Die Idee des Buchstabenweges ist ein erster Schritt zum selbständigen Arbeiten. Man kann sich die Reihenfolge aussuchen und bei einigen Stationen auch den Schwierigkeitsgrad (z.B. beim Hören: wem es schwieriger fällt, versucht nur den Anlaut herauszuhören, und wer kann, versucht den Laut auch in der Mitte bzw. am Ende zu bestimmen). Einigen Schülern fiel dieses “freiere” Arbeiten direkt ganz einfach, bei anderen wird es etwas Zeit benötigen, sich zu strukturieren. Das Arbeiten am Buchstabenweg wird dabei immer wieder gemeinsam reflektiert. So wird dann deutlich, dass man nicht eine Schulstunde damit verbringen kann, auf die heißersehnten Stempel zu warten oder zum zehnten Mal sich die Sandkiste zu nehmen, denn man muss ja vorwärts kommen. Ziel ist es bis zu den Herbstferien, alle Aufgaben binnen einer Woche zu schaffen. Fast alle Kinder haben dieses Ziel direkt in der ersten Woche vorzeitig erreicht, so dass ich zusätzlich Material anbieten konnte. Wenn  Kinder die Aufgaben nicht schaffen, weil sie rumtrödeln müssen sie diese über das Wochenende nacharbeiten. Wenn jemand es nicht schafft, obwohl er konzentriert bei der Sache war, werde ich bestimmte Aufgaben streichen (das Oskarheft bietet da ja auch schöne Differenzierungsmöglichkeiten).