frauschindler

Archive of ‘Unterricht’ category

KinderKunst

Wir haben die letzten Tage unsere Flurwände verschönert mit, wie ich finde, ganz tollen, zur Jahresezeit passenden Kunstarbeiten.


1. Gruselwald im Mondschein – Hintergrund mit Kohle gezeichnet – Haarspray zum Fixieren – Vordergrund Baumäste schwarzer Wachsmalstift
2. “Wenn es Winter wird” von Christian Morgenstern: Fische mit Wachsmal- und Buntstiften, Wasser getuscht, mit weißen Transparentschnipseln überklebt (als Eis) – in Partnerarbeit!

 

 

 

 

Lesen ist der Schlüssel

Vor 2 Wochen erhielten wir eine Führung durch die Bücherhalle mit anschließendem Stöbern und Ausleihen. Einige Kinder besaßen noch keinen Büchereiausweis, können diesen aber nun mit den mitgenommenen Formularen beantragen. Das Lesen (üben) ist gerade im 2. Schuljahr von großer Bedeutung, deshalb haben die Kinder auch ab sofort einen Antolin Account, in dem sie Quizfragen zu gelesen Büchern beantworten und damit Punkte sammeln können. Auch unser Lesepass soll die Kinder ermutigen täglich mindestens 15-20min zu lesen. Wichtig ist, dass es ein Buch ist, welches ihrem Können entspricht (und sie nicht über- oder unterfordert – bzgl. Schriftgröße, Umfang, Wortwahl, aber auch Inhalt) und dass sie sich selbst aussuchen. Comics können selbstverständlich auch gerne gelesen werden. Allerdings sage ich den Kindern immer, dass sie dies im Wechsel mit einem “richtigen” Buch tun sollen (1 Tag Comic – 1 Tag Geschichte). Die Kinder sind es außerdem gewohnt, dass einige Schüler ein fertig gelesenes Buch mitbringen und es in der Frühstückszeit vorstellen (Titel, Autor, Inhalt und warum sie es empfehlen). Daraufhin wird gefragt, wer das Buch einmal ausleihen möchte. DIese interne Ausleihliste klappt ganz hervorragend, auch wenn ich etwas Einfluss darauf nehme, wer welche Bücher ausleiht. (Ich lasse mir immer schnell eine Doppelseite zeigen, so dass z.B. ein Erstlesebuch nicht von einem Kind, das schon fließend lesen kann ausgeliehen wird).

Tra-ri Tra-ra der Verkehrskasper ist da

…war da. Überrascht war ich, wie Zweitklässler scheinbar immer noch gerne einem Kasperletheater lauschen. Der Lernwert in Bezug auf Verkehr war zwar eher für Kindergartenkinder geeignet, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.

 

Über die Notwendigkeit eines Klassentiers

Es wird immer wieder, gerade zu Beginn einer neuen 1. Klasse, meist kontrovers diskutiert, ob es in der Klasse ein sogenanntes Klassentier geben soll. An dieser Stelle folgt ein kleines Plädoyer FÜR ein Klassentier ;-)

Als ich mitgeteilt bekam, dass ich eine neue 1. Klasse übernehmen solle, war mir schnell klar, dass diese Klasse ein eigenes Klassentier haben sollte.  In erster Linie ging es mir dabei um eine Art „visuelles  Konzept“ für die 1b. Der Pinguin erschien mir dafür ein geeignetes Tier zu sein: Pinguine sind kluge, witzige, teamfähige, mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Tiere, die Mädchen und Jungen gleichermaßen ansprechen und auf einschlägigen Seiten für Grundschullehrer gibt es wunderbare Pinguin-Vorlagen, wie z.B. Pinguinstundenpläne, Regelplakate o.ä. Die Kinder sollten dadurch schnell ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln: „1b – wir sind die Pinguinklasse“. Ich dachte dabei in erster Linie an eine Art „visuelle Klammer“ für unsere Klasse. Da es mir außerordentlich wichtig ist, dass die Kinder, aber auch ich, in einem optisch schönen, klar strukturierten, ansprechendem Raum lernen und lehren, sah ich in dem Pinguin einen guten Partner mich bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Der Name „Pino“ war auch schnell gefunden: es sollte ein zweisilbiges Wort sein, welches mit P wie Pinguin anfängt und keine Konsonantenhäufung im Namen hat, so dass Schulanfänger schnell den Namen des Klassentiers aufschreiben können. Pinolino, der kleine Freund von Pino, der als eine Art Redestein verwendet wird sowie Tiger Tom, der englisch sprechende Löwe für die Englischstunden komplettieren aktuell unser Klassentier-Trio. Dass diese drei Tiere weitaus mehr als eine visuelle Klammer für unsere Klasse geworden sind, zeigt ein Rückblick auf die vergangenen 8 Monate:

  • mit ihnen wurde geredet
  • durch sie wurden Dinge besprochen. Sie dienen also als eine Art Medium.
  • sie trösten
  • sie sitzen manchmal mit im Erzählkreis
  • mit ihnen wird gespielt
  • für sie wird gebaut
  • für sie wird gebastelt
  • für sie wird gemalt
  • für sie wird geschrieben
  • ihnen wird vorgelesen
  • mit ihnen wurde Musik gemacht
  • einmal beobachtete ich einen Jungen, wie er Pino erklärte, wie das Lesen funktioniert
  • jeden Freitag dürfen 3 Kinder die drei Tiere über das Wochenende mit nach Hause nehmen. Die meisten Kinder nehmen gerne dieses Angebot an.
  • Seit ein paar Monaten wird über ihre Wochenendgeschichten geschrieben und Fotos gemacht oder im Montagskreis erzählt – sie dienen also als Schreib- und Sprechanlass
  • Kinder kamen als Pinguine an Fasching verkleidet
  • Zwei Jungs backten zum Abschluss des Pinguinprojektes Pinguinkekse
  • Kuscheltierpinguine wurden zu Weihnachten und Ostern verschenkt
  • Und manche tauften ihren Pinguin sogar auf den Namen Pino
  • Pinguin Filme wurden geschaut
  • Pinguinradiergummi, Pinguin T-Shirts, Pinguinbleistifte, Pinguinfiguren kursieren in der Klasse
  • Und sogar auf dem Klo gibt es Pinguine: Pinguin-Toilettenpapier
  • Pinguinbilderbücher wurden privat im Hort und zu Hause geschrieben und in der Klasse vorgestellt
  • Wir hatten eine Biologin zu Besuch, die über ihre Expedition zur Antarktis berichtete
  • Und natürlich nutzen wir das Pinguinthema auch als offizielles Unterrichtsthema:
    • Im Sachunterricht
    • Im Kunstunterricht
    • Im Musikunterricht
    • Im Deutschunterricht
    • Und manchmal auch im Matheunterricht

Die Kinder haben das Pinguin-Klassentierthema vollkommen ausgekostet und ein Ende ist noch nicht in Sicht ;-)

Ergänzung: 

16.4. Neue Pinguinohrringe

 

 

Neue Hausschuhe: 13.5.

Geburtstagsgeschenk: 18.5.

 

Halbzeit

Das erste halbe Jahr ist nun schon vorbei. Letzte Woche hatten die Kinder, unterstützt von ihren Eltern, an zwei Nachmittagen und zwei Vormittagen jeweils ihre Lernentwicklungsgespräche. Und ich bin so stolz, wie die “Kleinen” das bereits gemeistert haben. Das ist ja nicht selbstverständlich. Wir hatten zuvor an zwei Tagen einen Fragebogen gemeinsam bzw. jeder für sich ausgefüllt, dieser hat uns durch das Gespräch geleitet.

Ich hatte diesen Bogen ebenfalls für jedes Kind ausgefüllt und im Gespräch sind wir den Bogen durchgegangen und haben geschaut, wo die Kreuze sich decken bzw. unterscheiden. Jeder Schüler hat dann 1 bis 2 Lernvereinbarungen mit mir getroffen, auf die es in Zukunft stärker achten möchte.

Zum Bogen: 2 lachende Smileys heißen, dass das immer auf mich zutrifft, 1 lachender Smiley heißt meistens, 1mittlerer Smiley heißt manchmal und 1 trauriger Smiley heißt, es trifft nie auf mich zu. Wichtig war mir zuvor, dass es kein richtig oder falsch gibt und das jedes Kind das für sich individuell ausfüllt. Ich war beeindruckt, wie gut sich einige Kinder bereits reflektieren können. Aber am meisten hat mich gefreut, dass alle Kinder meistens oder immer gerne zur Schule kommen. Hoffentlich bleibt das noch lange so!

2013 – hey ho, let´s go!

Genauso ist die 1b ins neue Jahr gestartet. Entspannt und fröhlich ging es los und wir sind nun schon lange wieder im Schulalltag angekommen. Zu zeigen gibt es aktuell die altbekannten Zuckerkreide-Bilder zu Silvester – immer wieder schön. Die Kids waren sehr erstaunt über das schnelle, beeindruckende Ergebnis.

Und da alle Geschenke ja nun verteilt sind -ich meine, hoffentlich ;-) – kann ich hier nun einmal unsere Geschenke für die Eltern vorstellen (Weihnachten kommt ja immer so überraschend). Die Idee stammt -in abgewandelter Form- von einer Kollegin:

Weitere Seiten waren:

So groß bin ich
Meine Familie
Meine Freunde
Meine Schuhgröße
Das kann ich besonders gut
Mein Lieblingsessen
Davor fürchte ich mich
Darüber freue ich mich

Das ganze Büchlein ist eingebettet in die Geschichte “Das kleine Ich bin Ich”, welche wir in der Lesewoche kennengelernt und mit Stabpuppen nacherzählt und nachgespielt haben.

 

Der Herbst ist da….

…und das nicht erst seit diesem sonnigen Herbstsonntag!
Nach den Herbstferien zog der Herbst auch in unseren Klassenraum ein. Die Kinder brachten Blätter und Früchte für unseren Herbsttisch mit.

In Deutsch sammelten wir Herbstwörter. Diese hängen als “Herbstwortschatz” an der Wand und tauchen immer wieder in verschiedenen Aufgabenstellungen auf.

Herbstgedichte, Igelbilderbücher und Herbstlieder durften dabei nicht fehlen.

Im Sachunterricht beschäftigen wir uns näher mit  heimischen Tieren, Bäumen und Obst– und Gemüsearten des Herbstes. Als Grundlage dient dafür das wunderbar gestaltete Herbst-Lapbook vom Zaubereinmaleins. Das Lapbook als eine neue Art der Präsentation. In unserem Fall noch sehr stark vorstrukturiert, aber mit dem langfristigen Ziel von Lapbook zu Lapbook immer weniger Vorgaben zu machen. Es ist eine sehr ansprechende Form, da man Dinge öffnen, bewegen, drehen, klappen kann. So etwas wie “analoge Interaktivität” ;-)

Auch der Kunstunterricht widmet sich der aktuellen Jahreszeit. Die Kinder fertigten ihr erstes Tuschebild an. Die Herbstfarben der Natur standen dabei im Vordergrund.