frauschindler

Danke, lieber Nikolaus!

Heute morgen empfingen mich die ersten Kinder schon auf der Treppe. “Frau Schindler, Frau Schindler, komm´ mal schnell gucken!” Und tatsächlich der Nikolaus hatte an die 1b gedacht. Ein langer Strumpf und ein Brief hing an unserer Klassenzimmertür.

Im Sitzkreis wurde dann der Brief vorgelesen.

Natürlich wurde daraufhin diskutiert, ob der Nikolaus tatsächlich den Brief und den Strumpf gebracht hätte. Vor allem auch, als ein Schüler erzählte er hätte eine Mutter gesehen. Doch fast alle waren sich einig, dass der Nikolaus, so wie er selbst schrieb, viel zu tun hat und deswegen Hilfe von uns Menschen benötigt. Im Strumpf war ein großes Geschenk für die Klasse:

und ein kleines Geschenk für mich

Danke, lieber Nikolaus!

Es weihnachtet

Jeder hat sein Tütchen selbst gestaltet und bemalt. Im Sinne des “Schenkens in der Weihnachtszeit” hatte ich mir vorgestellt, dass die Tüten verlost werden. Diese Idee wurde aber einstimmig von der Klasse abgewählt ;-) Jeder wollte unbedingt sein eigenes Tütchen mitnehmen.

Jeden Tag wird eine Adventskerze angezündet (und dadurch ganz nebenbei die Zahlen wiederholt) und eine Geschichte vorgelesen.

Ein ganz wunderbar spannender, lustiger literarischer Adventskalender.

Was wäre Weihnachtszeit ohne das Basteln…

 

Der Herbst ist da….

…und das nicht erst seit diesem sonnigen Herbstsonntag!
Nach den Herbstferien zog der Herbst auch in unseren Klassenraum ein. Die Kinder brachten Blätter und Früchte für unseren Herbsttisch mit.

In Deutsch sammelten wir Herbstwörter. Diese hängen als “Herbstwortschatz” an der Wand und tauchen immer wieder in verschiedenen Aufgabenstellungen auf.

Herbstgedichte, Igelbilderbücher und Herbstlieder durften dabei nicht fehlen.

Im Sachunterricht beschäftigen wir uns näher mit  heimischen Tieren, Bäumen und Obst– und Gemüsearten des Herbstes. Als Grundlage dient dafür das wunderbar gestaltete Herbst-Lapbook vom Zaubereinmaleins. Das Lapbook als eine neue Art der Präsentation. In unserem Fall noch sehr stark vorstrukturiert, aber mit dem langfristigen Ziel von Lapbook zu Lapbook immer weniger Vorgaben zu machen. Es ist eine sehr ansprechende Form, da man Dinge öffnen, bewegen, drehen, klappen kann. So etwas wie “analoge Interaktivität” ;-)

Auch der Kunstunterricht widmet sich der aktuellen Jahreszeit. Die Kinder fertigten ihr erstes Tuschebild an. Die Herbstfarben der Natur standen dabei im Vordergrund.

FERIEN – FERIEN – FERIEN

Die Kinder haben heute überlegt, was sie alles kennengelernt haben und was sie nun bereits können…..und das ist ganz schön viel! Ich finde mit dieser beeindruckenden Sammlung können wir alle nun glücklich in die Ferien gehen. In diesem Sinne:
Allen eine entspannte Zeit!!!

Buchstabenweg

Buchstaben werden seit letzter Woche über den Buchstabenweg (Quelle: Zaubereinmaleins) eingeführt. Der erste, wie sollte es anders sein, war das Aa. Der Buchstabe wird spielerisch eingeführt, z.B. über eine Geschichte, über Gegenstände, ein Rätsel o.ä., dann besprechen wir genau die Schreibrichtung. Die ist nämlich ziemlich wichtig, wenn es um das “ökonomische Schreiben” geht und erleichtert das Erlernen der Schreibschrift im 2. Schuljahr.Im Anschluss erarbeiten sich die Schüler den Buchstaben über den Buchstabenweg. Auf diesem Weg kann man sich die Reihenfolge selbst aussuchen, außer die letzten zwei Aufgaben, diese sind fest vorgegeben. Auf der Buchstabenstraße erfährt man den Buchstaben über verschiedene Sinne, denn einige Kinder lernen eher visuell, einige eher auditiv und einige brauchen die Kombination. Man kennt das ja ganz gut von sich selber. Die Stationen sind im einzelnen:

  • in den Sand schreiben
  • groß nachspuren an der Tafel
  • einzelne Elemente des Buchstabens nachvollziehen und entsprechend stempeln
  • die Form erfühlen in einer Fühlbox
  • Laut hören über Klammerkarten – am Anfang, in der Mitte und am Ende – je nach Können – aus Anlautstempeln den gesuchten herausfinden, stempeln und wer kann das Wort dazu schreiben.

Buchstabenwegvorlage von zaubereinmaleins

Diese ganzen Stationen kommen in das Buchstabenheft. Hier ist jedem Laut eine Seite gewidmet. Es kann immer zusätzlich dazu gemalt und geschrieben werden.

Am Ende des Buchstabenweges steht noch das Schreiben in der Lineatur. Dies wurde ebenfalls zuvor gemeinsam besprochen. Wohnt der Laut im Keller, Erdgeschoss oder im Dach – dies soll hier geübt werden.

Die letzte Station ist schließlich das Oskarheft mit den entsprechenden Seiten. Das Grundgerüst dieses Weges wird uns die nächsten Wochen/Monate begleiten, einzelne Aufgaben werden immer wieder ausgetauscht werden.

Die Idee des Buchstabenweges ist ein erster Schritt zum selbständigen Arbeiten. Man kann sich die Reihenfolge aussuchen und bei einigen Stationen auch den Schwierigkeitsgrad (z.B. beim Hören: wem es schwieriger fällt, versucht nur den Anlaut herauszuhören, und wer kann, versucht den Laut auch in der Mitte bzw. am Ende zu bestimmen). Einigen Schülern fiel dieses “freiere” Arbeiten direkt ganz einfach, bei anderen wird es etwas Zeit benötigen, sich zu strukturieren. Das Arbeiten am Buchstabenweg wird dabei immer wieder gemeinsam reflektiert. So wird dann deutlich, dass man nicht eine Schulstunde damit verbringen kann, auf die heißersehnten Stempel zu warten oder zum zehnten Mal sich die Sandkiste zu nehmen, denn man muss ja vorwärts kommen. Ziel ist es bis zu den Herbstferien, alle Aufgaben binnen einer Woche zu schaffen. Fast alle Kinder haben dieses Ziel direkt in der ersten Woche vorzeitig erreicht, so dass ich zusätzlich Material anbieten konnte. Wenn  Kinder die Aufgaben nicht schaffen, weil sie rumtrödeln müssen sie diese über das Wochenende nacharbeiten. Wenn jemand es nicht schafft, obwohl er konzentriert bei der Sache war, werde ich bestimmte Aufgaben streichen (das Oskarheft bietet da ja auch schöne Differenzierungsmöglichkeiten).

Lehmbau-Aktion

A wie Ameise

A wie Ameise                                                                                                                       D wie Dose                                                                                                                           B wie Birne                                                                                                                         H wie Hose……so fängt unser Buchstaben-RAP des Oskarlehrwerkes an – die Kinder lieben ihn!

Seit einer Woche beschäftigen wir uns nun mit der Schreibtabelle. Spielerisch haben wir die ersten Schreibtabellenbilder sowie die dazugehörigen Laute (auditiv sowie schriftlich) kennengelernt. Die Kinder haben ein Klassenheft bekommen, in dem auf jeder Seite der Name eines Mitschülers in Anlautbildern “geschrieben” steht. Aufgabe war es, die dazugehörigen Buchstaben herauszufinden und aufzuschreiben UND zu versuchen das Wort zu erlesen (mit oder ohne Hilfe). Wenn man es geschafft hat, durfte man das Foto des Kindes einkleben. So entsteht bzw. entstand ein kleines Klassenbuch mit Namen und Fotos der Kinder.

Hier ein Beispiel, wie das Prinzip funktioniert:

“Was siehst du auf dem ersten Bild? Nagel                                                                          Und wie hört sich Nagel am Anfang an? /N/                                                                         Suche das Bild + dazugehörigen Buchstaben in deiner Schreibtabelle und schreibe das /N/ auf. usw.”

Dann ergibt sich folgendes:

Jetzt geht es an das Erlesen. Jaaa, das Geheimnis des Lesens habe ich diese Woche den Kindern auch verraten. Man braucht dazu Oma Frieda und ihr Auto. ;-)

Oma Frieda startet beim /N/ und fährt los. Die Kinder sagen die ganze Zeit NNNNNNNNNNNNNN. Wenn Oma Frieda beim /A/ ankommt, in  dem Moment wechseln die Kinder vom /N/ zum /A/, dann sagen alle also AAAAAAAAAA bis Frieda beim /S/ ankommt usw. Nachdem alle Buchstaben verbunden wurden und das Wort NASE erlesen wurde, habe wir es noch geklatscht, um direkt sagen zu können, dass das Wort 2 Silben hat und somit mindestens 2 Königsbuchstaben besitzen muss. Diese wurden anschließend noch benannt.

Auch die wichtigen Königsbuchstaben (die Selbstlaute/Vokale) haben die Kinder nämlich das erste Mal kennengelernt (“AEIOU – der Mund geht immer weiter zu”) und erfahren, dass in jeder Silbe immer mindestens 1 Königsbuchstabe sitzt.

Und für alle Eltern, die noch nie mit einer Schreibtabelle zu tun hatten: Die Idee der Schreibtabelle ist, dass mit dieser den Schülern von Beginn an alle Laute und Lautverbindungen zur Verfügung gestellt werden und sie  so direkt Wörter und später Sätze schreiben können. Ganz wichtig ist hierbei, dass der Laut richtig benannt wird und nicht der Buchstabe. D.h. also /B/ wie Birne und nicht /Be/ wie Birne oder /H/ wie Hose und nicht /Ha/ wie Hose oder /M/ wie Mond und nicht /Em/ wie Mond. Dies bitte ich auch alle Eltern zu Hause zu berücksichtigen. Mit dem Schreiben starten wir ab Dienstag (Näheres dazu erfahren Sie am Elternabend.)

Es war wieder eine tolle Woche, mit wunderbaren Momenten und vor allem interessierten und wissbegierigen Kindern.