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Wir werden Ganztag

Seit nun fast 1,5 Jahren arbeiten Lehrer unserer Schule zusammen mit Eltern, in Arbeitsgruppen (Rhytmisierung, Mittagessen, Räume, Kooperationen), um den Ganztagsschulbetrieb vorzubereiten. Zum kommenden Schuljahr 2013/2014 wird unsere Schule nämlich eine “gebundene Ganztagsschule”. Diese Entscheidung hat unser Kollegium fast einstimmig getätigt.

Gebundene Ganztagsschule heißt, “dass die Kinder verbindlich von 8.00 – 16.00 Uhr an vier Tagen in der Woche am Unterricht, am Kursprogramm sowie am gemeinsamen Mittagsessen teilnehmen. Am Freitag hält die Schule ein Betreuungsangebot bereit. Die Tagesstruktur wird unter pädagogischen, den Bedürfnissen der Kinder entsprechenden Gesichtspunkten entwickelt. Dabei soll sich der Unterricht über den Tag verteilen und sich mit Bewegungs- und Freizeitangeboten und individuellen Lernzeiten abwechseln.” (Quelle sowie weitere Infos unter: http://www.hamburg.ganztaegig-lernen.de)

Die Schüler wurden im Dezember dazu befragt, was sie sich für den Ganztag wünschen. Hier das Ergebnis unserer 1b:

Es wurden Wünsche genannt, wie: Pfannkuchen, Hähnchen, mehr Freizeit, mehr draußen sein, Toberaum, Schaukeln auf dem Schulhof, Rodelbahn, Hütte auf dem Schulhof, in den Pausen drinnen bleiben dürfen, englisches Frühstück :-), mehr Spielzeit in der Klasse, Obst, Tunnelrutsche, ganz oft Frau Schindler (hat mich sehr gefreut :-)), Nudeln mit Tomatensoße, einen Koch, dem man zuschauen kann, dickere Bücher in der Leseecke, größerer Klassenraum, jeden Tag Süßigkeiten (ist klar :-)), Vorlesezeiten, Milchreis

Da sind auf jeden Fall ein paar Dinge darunter, die als Impulsgeber dienen. Dies gilt im übrigen auch für die anderen Klassen. Die gesamten Wünsche aller Schüler kann man in unserem Erdgeschossbereich betrachten. Der Ganztag und seine Vorbereitung ist ein komplexes Thema, ein hartes Stück Arbeit an dem viele Menschen aktuell mitarbeiten. Und nicht immer läuft alles rund, aber insgesamt sind wir schon ein gutes Stück voran gekommen, sicherlich auch dank der guten Zusammenarbeit von Lehrer und Eltern in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre. Wichtig für das kommende Halbjahr ist, m.E.,  dass wir alle weiterhin Ruhe bewahren und gemeinsam an dem Ziel “Wir werden Ganztag” arbeiten. Ich persönlich freue mich schon sehr auf das neue Schuljahr, denn ich denke, dass der Ganztag neue, positive Möglichkeiten für Schüler, Lehrer und Eltern bietet. Der Knackpunkt, auch langfristig gedacht, wird nicht sein, ob noch eine Schaukel mehr oder weniger auf dem Schulhof steht, sondern wie sieht der Betreuungsschlüssel/das Betreuungspersonal aus (Lehrer, Sonderpädagogen, Erzieher) sowie das daraus resultierende Förderkonzept. Wie kann man Kinder mit Schwierigkeiten und Defiziten auf der Lernebene bzw. der Verhaltensebene unterstützen. Da lohnt es sich tatsächlich einen Blick nach Skandinavien zu werfen.

 

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